1977 – Üses Stedtli

Autor
Thornton Wilder

Regie
Rudolf Stalder, Gründer der Theatergruppe im Schloss Fraubrunnen

Das Stück
Wilder durchbricht in seiner Schilderung die zeitliche Reihenfolge der Geschehnisse. So wird z.B. am Hochzeitstag Emilys und Georges in einer Rückblende gezeigt, wie die beiden sich gefunden haben. Zudem wird dem Zuschauer die Bühnenillusion genommen – das Spiel kommt ohne Dekoration und Requisiten aus. Handlungen werden pantomimisch dargestellt, manches bloss angedeutet. Diese Stilmittel könnten den Zuschauer verwirren. Wilder schuf deshalb die zentrale Figur des Spielleiters, der die Personen vorstellt und die Handlung kommentiert.

Jeder Mensch ist unter den Milliarden Menschen, die vor ihm gelebt haben und nach ihm kommen werden, nur etwas kaum fassbar winziges. Angesichts der Unendlichkeit schrumpfen alle Unterschiede. Was den Menschen ihren Wert gibt, hat nichts mit Zeit, Ort und sozialem Ansehen zu tun. Der Sinn eines Menschenlebens kann sich also auch im kleinsten Rahmen – hier in der amerikanischen Kleinstadt – ganz erfüllen. Die Aufgabe bleibt für alle die gleiche: Zu lieben.

Personen
Der Spielleiter, Rudolf Stalder
Dr. Gibbs, Hanspeter Fuhrimann
Frau Gibbs, Susanne Rebholz
George Gibbs, Eugenio Bernasconi
Rebekka Gibbs, Marianne Glauser
Herr Webb (Redaktor), Eduard Eberhart
Frau Webb, Clara Eberhart
Emily Webb, Therese Rindlisbacher
Willy Webb, Stefan Burki
Joe Crowell (Zeitungsjunge), Andres Buri
Howie Newsome (Milchmann), Urs Haldemann
Frau Professor Willard, Liliane Lauber
Simon Stimson (Organist), Beat Zehr
Frau Soames, Elisabeth Mäder
Polizist Warren, Adolf Zotter
Si Crowell (Joes Bruder), Regula Marti
Joe Stoddard (Totengräber), Stefan Benz
Sam Craig, Alice Hostettler
Zuschauer, Verena Aebi/Verena Pestoni/Heidi Räz
Baseballspieler, Martin Scherler
Souffleuse, Therese Benz

1977_Stedtli_s

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