1981 – Familiefescht

Autor
Lukas Hartmann

Regie
Clara Eberhart

Das Stück
Lukas Hartmann schildert in seinem Stück das Schicksal einer Arbeiterfamilie in einer Zeitspanne von vier Jahren. Auf den ersten Blick handelt es sich um den Generationen-Konflikt. Das Verdienst des Autors ist es, dass das Stück nicht in billige Schwarzweiss-Malerei abgleitet. Man begreift, weshalb der Maschinenmeister Ernst Zwysset seinen Sohn Berni nicht versteht. Man begreift auch, warum Berni sich viel mehr zu seinem Onkel Daniel hingezogen fühlt, der in der Anstalt sitzt und in dessen verworrener Philosphie mehr Wahrheit steckt, als in den Gesprächen der „Normalen“.
Man begreift, weshalb die Tochter Ursula aus dem engen, ihrer Ansicht nach verlogenen Familienkreis ausbrechen will.. Man versteht die Spannungen zwischen Ernst Zysset und seiner Frau Klara, die den Kreis bewahren möchte, ohne zu merken, dass sich Zeit und Menschen verändern, und dass aus Kindern Erwachsene werden.

Hartmann schildert, er urteilt nicht. Er stellt dar, was jeder von uns täglich in seiner Umgebung beobachten könnte.

Personen
Ernst Zysset (Maschinenmeister), Werner Buri
Klara Zysset (seine Frau), Susi Rebholz
Berni und Ursula (ihre Kinder), Markus Rüfenacht, Esther Oppliger
Onkel Daniel, Eduard Eberhart

1981_Familiefescht11s 1991_Familiefescht10s

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