2007 – Geschlossene Gesellschaft

Autor
Jean-Paul Sartre

Regie
Rolf Schoch

Das Stück
Die geschlossene Gesellschaft – das sind drei Tote, unentrinnbar für immer zusammengesperrt in einem scheußlichen Zimmer, wo das Licht ewig brennt und keine Sekunde Schlaf gegönnt wird. Garcin, ein Journalist, hat seine Frau in den Tod getrieben und als Politiker in entscheidender Situation feige versagt. Die lesbische und zugleich hochintellektuelle Inés hat eine junge Frau ihrem Mann entfremdet, bis diese zutiefst verzweifelt sich selbst und Inés mit Gas vergiftet hat. Die sinnlich verführerische Estelle hat ihr Kind ermordet und ihren Geliebten in den Tod getrieben. Die Hölle, in der diese drei Verdammten schmoren, bedarf keiner Bratroste und keines sengenden Feuers – sie sind einander selbst Hölle genug. Jeder ist verdammt dazu, die anderen beständig zu quälen und selbst von den anderen gequält zu werden. Die lesbische Inés verzehrt sich nach Estelle, die aber nichts von ihr wissen will und sich an Garcin heranmacht. Garcin wiederum lechzt nach der intellektuellen Anerkennung von Inés. So dürstet jeder nach der Hilfe eines der beiden anderen, aber sich diesem nähernd, verletzt er zugleich zutiefst den anderen. Sie können weder voneinander lassen, noch voreinander fliehen, nicht einmal töten können sie sich – sie sind bereits tot! Und so gilt auf ewig: «Die Hölle, das sind die anderen».

Personen
Inés, Alexandra Vogt
Estelle, Regula Gerber
Garcin, Hans Peter Blaser
Der Kellner, Rolf Schoch

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