2012 – Familienbande

Autor
Agnès Jaoui und Jean-Pierre Bacri

Regie
Sylvia Kohli-Gerber

Das Stück
Eine durchschnittliche französische Familie: Die Mutter, zwei verheiratete Söhne – der eine noch unglücklicher als der andere – und eine aufsässige Tochter. Über die Jahrzehnte hat sich eine labile Form des Zusammenlebens entwickelt, die aus gegensitigen Konzessionen, Rangeleien um die Hackordnung und geheimen, zwar nie ausgesprochenen, aber doch vorhandenen Sehnsüchten bestimmt wird. Das Band, das sie zusammenhält, ist nicht das der Zuneigung oder der Freundschaft, sondern nur eines, an dessen Existenz ihnen eigentlich nichts liegt: dem der Familie. Um die Aufrechterhaltung dieser zur Farce gewordenen Institution zu garantieren, haben sie die Traditionen des gemeinsam verbrachten Freitag Abend eingeführt. Da sitzen sie in der Kneipe, die einmal dem verstorbenen Vater gehört hat und die nun Henri, einer der beiden Söhne betreibt. Doch an einem Freitag, der wie alle anderen beginnt, gelingt es jemandem, aus dem Gefängnis der angeblichen Sicherheit auszubrechen. Ein subtil gebautes Stück mit leisen Tönen, das ohne vordergründige Effekte ganz durch seine Rollengestaltung besticht.

Personen
Betty, Nathalie Keusen
Denis, Stefan Gränicher
Henri, Max Neuenschwander
Philippe, Hansueli Wälchli
Yolande, Sylvia Ernst
Die Mutter, Christine Tanner

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