2016 – Kleinkunst

Freitag, 9. Dezember 2016
Joachim Rittmeyer – „Bleibsel“

Im Mittelpunkt des 20. Soloabends von Joachim Rittmeyer steht eine Tafelrunde, die unwissentlich dabei ist, eines der grossen Rätsel der Menschheit zu lösen: Warum Kultur? Mit von der Partie sind die Kultfiguren aus Joachim Rittmeyers Kabinett: Theo Metzler, Jovan Nabo und Hanspeter Brauchle. Letzterer führt die Gesellschaft fast ebenso souverän durch den Abend wie seinerzeit der heldenhafte König Artus die Ritter der Tafelrunde zum heiligen Gral. Dank Telekommunikation – mit all ihren Unwägbarkeiten – Situationskomik und menschlicher Verwandlungskunst ist das Publikum live dabei, einem historischen Ereignis beizuwohnen.

Freitag, 18. November 2016
Les Papillons – „Patchwork Classics“

Die Jagd auf Ohrwürmer im Notenwald der Musikgeschichte ist eröffnet!

Was passiert, wenn einem klassischen Monumentalwerk die Ernsthaftigkeit entzogen wird, ein Popsong plötzlich wie Mozart klingt, zwei völlig gegensätzliche Musikstücke miteinander in Dialog treten oder was, wenn man gar nicht mehr weiss, wohin die ganzen Melodien gehören?
In ihrem neuen Programm haben sich die beiden Musiker Giovanni Reber (Violine) und Michael Giertz (Piano) zum Ziel gesetzt, rund 100 Hits aus Klassik, Film, Rock und Pop zu einem wilden Concerto Grosso zu vereinen. Die musikalische Reise durch die Jahrhunderte führt mit Spielwitz, atemberaubender Virtuosität, einer Prise Theatralik und subtilem Humor dorthin, wo Worte nicht mehr nötig sind und das Publikum in das Universum seiner eigenen Erinnerungen eintauchen kann. Aber Vorsicht: die Geistesblitze der beiden könnten dabei jeden Moment einschlagen…
Les Papillons halten mit „Patchwork Classics“ der Musikwelt einen kreativen Spiegel vor – und verneigen sich zugleich vor ihr!

Mittwoch, 23. November 2016
Figurentheater Lupine – „Nour zieht um“
Nour, die kleine Eidechse, muss umziehen und weiss nicht, wo sie hin soll. Sie feiert ihren Geburtstag. Und den Abschied von ihrem Haus. Alle ihre Freunde kommen und bringen ihr ein Geschenk mit, nur Miko nicht. Durch ein Abenteuer trifft Nour auf Orit, den kleinen Maulwurf. Orit erzählt vom Leben unten, Nour vom Leben oben. Und dann findet Nour endlich einen wunderschönen Platz, an welchem sie leben möchte. Endlich packt sie ihre vielen Sachen in viele Schachteln. Und Miko macht ihr ein Geschenk, das man nicht in eine Schachtel stecken kann.

Freitag, 21. Oktober 2016
NiNA Theater – „Gschnorr“

„Gschnorr“ aus der Region! Eine verbal-musikalische Bühnencollage.
NiNA Theater stellt die Sprache selbst ins Rampenlicht. Das Ensemble experimentiert erfolgreich mit neuen Formen, sowohl auf der akustischen als auch auf der visuellen Ebene. Der Inhalt prägt der Inszenierung seinen Stempel auf: Die Sprache ist Hauptakteurin und fliesst durch die vier Darsteller hindurch, um sich in all ihrer Vielfalt zu präsentieren. Das Ergebnis ist eine verbal-musikalische Bühnencollage mit szenischen Elementen und vielfältigen Vortragsgesten.

Freitag, 16. September 2016
JAN RUTISHAUSER – „BURNOUT

„BurnOut“ ist das abendfüllende Programm von und mit dem Kabarettisten Jan Rutishauser. Das Stück handelt von der Suche nach Leidenschaft. Nach der Passion, für die es sich lohnt innerlich zu brennen und in hellen Flammen zu stehen. Jan wäre nämlich gerne Feuer und Flamme doch: Er weiss nicht wofür.
Denn für was lohnt es sich zu brennen? Religion? Arbeit? Politik? Oder sollte es nicht auch Sinn machen?

Sonntag, 19. Juni 2016
Matinée: Asparagus and Melon Voices
Lebensfroher a-capella-Chor aus Biel mit globalem Repertoire

Ein sechzehnmundiger Chor im Schlosskeller. Eine geballte Ladung an gesanglicher Energie – und das am Vormittag!
Asparagus&Melon geht auf den Sommer 2004 zurück und entsprang einer Zusammenarbeit zwischen der Jazzsängerin Fanny Anderegg und der Musikschule Biel. Seit ihren Anfängen pflegt die Gruppe ein abwechslungsreiches, erfrischendes Repertoire über alle Sprach-, Kultur- und Röstigräben hinweg. Die Auftritte des Chors zeugen von der ansteckenden Lebensfreude seiner Mitglieder und ihrer puren Lust am Gesang. Ohne Berührungsängste in Jazz, Rap, Folk, Gospel, Bossa Nova und Pop, zündet der Chor ein a-capella-Feuerwerk, das niemanden kalt lässt und Chorgesang in einem unerwartet neuen Licht leuchten lässt. Ein musikalischer Leckerbissen aus dem Kanton Bern.

Freitag, 27. Mai 2016
Dominic Deville: „Ein rohes Stück Kleinkunst“
Rabenschwarze, charmant unverschämte Satire.

Kein Zweifel. Mit seinem Erstling „Kinderschreck!“ avancierte der Punkrocker und Kindergärtner Dominic Deville zum „Bühnenschreck“ der Kleinkunstszene. Kein Wunder heisst sein Zweitling dementsprechend. Und auch in „Bühnenschreck“ macht der Entertainer und Tausendsassa das was er am besten kann: rabenschwarz und charmant unverschämt über seinen nicht ganz normalen Alltag als gefeierter Kleinkünstler referieren. Und dies in einer Intensität welcher man sich nur schwer entziehen kann.

Freitag, 27. Mai 2016
CARLOS HENRIQUEZ „I BI NÜT VO HIE“

Seine Mutter ist Deutschschweizerin, sein Vater Spanier, aufgewachsen ist er in der Westschweiz. Mit 40 entschliesst er sich, zu seinen Wurzeln zurückzukehren und sucht seine Mitbürger in der Deutschschweiz auf. «I möchte öko, rächtzitig, arbeiter, ernst, treu, gsund, sportler si. Perfäkt wie a Dütschschwietzer. Leider isch das unmöglich wiu ich numen a Romand bi», meint er. Sein Schweizerdeutsch mag nicht perfekt sein, aber umso charman-ter ist sein Humor und umso besser sein «Gs-püri» für die vielen kleinen und grossen Unterschiede im Schweizer Volk.
Ein Deutschschweizer Dialekt-Stück, geschrieben und gespielt von einem Romand, Carlos Henriquez, der, wie sein Name sagt, Deutschschweizer ist.

Freitag, 29. April 2016
Manuel Stahlberger: „Neues aus dem Kopf“
Ein Abend mit Liedern, Diaschauen und einem Jasskarten-Musical

Kägifret-Philosophie mit zartbitterem Nachgeschmack: Im neuen Solo-Programm von Manuel Stahlberger spiegeln sich die grossen Lebensfragen in kleinbürgerlichen Bagatellen. Das Zufalls-Rendezvous im Kurhotel, die Crèmeschnitte in Kölliken-Nord oder die computergesteuerte Jagd nach Karma-Punkten verbiegt der Kleinkünstler zu urkomischen Alltagsgrotesken. Und gleich hinter der Migros-Kasse lauert die Midlife-Krise….

Mit seinem neuen Solo-Programm „Neues aus dem Kopf“ zieht der mit dem Salzburger Stier ausgezeichnete Ostschweizer Mundartpoet, Musiker, Sänger und Comiczeichner über Kleinbühnen und Kellertheater. Erstmals auch im Schlosskeller!

Freitag, 1. April 2016
Pflanzplätz: „querbeet“ – die etwas andere Volksmusik

Schwyzerörgeli und Kontrabass? Das will auf den ersten Blick irgendwie nicht ganz zum Erscheinungsbild von Thomas Aeschbacher, Jürg Nietlispach und Simon Dettwiler alias Pflanzplätz passen. T-Shirt, Béret und Wuschelfrisur statt Edelweiss-Kutte: Wer den drei Musikern auf der Strasse begegnet, wird wohl eher auf Rockmusik als Steckenpferd setzen. Aber eben: Stereotypen sind am wirkungsvollsten, wenn sie gebrochen werden, und das tun die drei mit ihrer Musik ganz bewusst. Ihr Leitspruch lautet denn auch: „Örgelimusik, aber anders.“

So spielen Pflanzplätz immer lupfige Töne und dringt Ländlermusik unverkennbar durch ihren Sound, dennoch klingt ihre Musik anders. Vertrautes mit Neuem mischen, Bekanntes und Unbekanntes zusammenbringen, ist das Rezept der drei. Ihre Zutaten sind traditionelle und moderne Volksmusik sowie ausländischer Folk. Gespielt wird vieles mit vielem; manchmal kommt eine Geige hinzu, eine Gitarre, ein Saxophon oder auch Gesang. Aber die tonangebende Würze im Gericht ist und bleibt das Schwyzerörgeli.

Freitag, 5. Februar 2016
Shirley Grimes and Friends: „Lovesongs“

Mit LOVESONGS bleibt Shirley Grimes der Instrumentation ihrer Wurzeln treu, mit der sie ihre Fans so begeistert hat, und konzentriert sich auf das, was sie schliesslich am Ende dieser Reise gefunden hat.
Das neue Album ist ein wichtiger Meilenstein für eine Künstlerin, die ihre Fans im Laufe der Jahre auf eine Reise durch verschiedenste Stilrichtungen genommen hat. Mit LOVESONGS bestätigt Shirley Grimes, dass The Long Road Home, ihr letztes Album, kein Ende, sondern ein neuer Anfang war.
„Bei dem letzten Album habe ich mich umgedreht und einen Blick auf das geworfen, was in einem Grossteil meines Lebens passiert ist, den ich bisher ignoriert hatte und den ich nun endlich konfrontiert habe. Als Ergebnis weiß ich nun, wer ich damals war und wer ich jetzt bin. Ich kann das heute mit viel grösserer Klarheit – und Zuneigung – ausdrücken, als jemals zuvor.“
Und wir sind dadurch alle ein bisschen reicher.

Freitag, 22. Januar 2016
Sibylle und Michael Birkenmeier: „Dings16“

In DINGS16 führen uns Birkenmeiers von einem DINGS zum nächsten….
Anders als mit DINGS lässt sich dieser Spalt gar nicht benennen. Denn zwischen dem was wir als „common sense“ hier sorgfältig pflegen und dem was jeder hier täglich erlebt, liegen Welten… eben DINGS!

Das Geschwister-Duo aus Basel, gehört zu den Erfahrensten und vielseitigsten in ihrem Fach. Mit virtuosem und rasantem Wechselspiel aus Wort, Gesang, Instrumentalmusik und Szenerie, sind sie ein Begriff für gesellschaftskritisches Theaterkabarett in der Schweiz geworden. Immer an der Weiterentwicklung ihres Genres interessiert, sind ihre Programme heute humorvoll und bitterbös, engagiert und sachverständig, immer aber steht ihr Engagement auf der Bühne für das, was Menschen nährt und lebendig macht.

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