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Drümal läbe

Drei Versionen vom Leben

Nach dem Stück "Drei Mal Leben"
von Yasmina Reza

Berndeutsche Bearbeitung
von
Marlise Oberli-Schoch
 

Produktion 2006 des Theaters im Schloss Fraubrunnen

Die Autorin:

Yasmina Reza (geboren 1959 in Paris) ist eine französische Schriftstellerin, Regisseurin und Schauspielerin. Reza ist die Tochter einer ungarischen Geigerin und eines iranischen Ingenieurs aus Samarkand. Sie studierte Soziologie und Theaterwissenschaften in Nanterre und nahm Schauspielunterricht bei Jacques Lecoq. Für Roman Polanski schrieb sie die Theaterfassung von Franz Kafkas "Verwandlung". 2005 erhielt sie den WELT-Literaturpreis für ihr bisheriges Gesamtwerk.

Theaterstücke:
- "Gespräche nach einer Beerdigung" ("Conversations après un enterremant", 1987), Prix Molière
- "Reise in den Winter" ("La Traversée de l'hiver", 1989)
- "Kunst", 1994 ("Art", 1986), Prix Molière, Tony Award 1998, in 35 Sprachen übersetzt
- "Der Mann des Zufalls" ("L'homme de hasard", 1995)
- "Drei Mal Leben" ("Trois versions de la vie"), Uraufführung 2000 am Burgtheater in Wien, Regie: Luc Bondy
- "Ein spanisches Stück" ("Une pièce espagnole", 2004)


Regie:
Rolf Schoch, Theaterproduzent und Regisseur
1945 geboren, kam relativ spät zum Theater. Erlernte den Beruf des Schriftsetzers und arbeitete bis Sommer 2002 in der grafischen Branche.
Spielte eine erste Theaterrolle 1979 im Berner Heimatschutztheater und in den folgenden Jahren in insgesamt zehn verschiedene Rollen.
Nach verschiedenen Aus- und Weiterbildungskursen (u.a. am Konservatorium Bern) die erste Regiearbeit 1985. Nach verschiedenen Inszenierungen in den Theatervereinen von Laupen, Belp, Toffen, Ittigen, Münsingen, Signau, Fraubrunnen, Kerzers, Unterlangenegg folgten die Freilichtaufführungen 1998 in Signau ("Bärewirts Töchterli"), in Belp (2000 "Katharina Knie" / 2002 "Gfreutischti Frou") und in Stalden/Konolfingen (2003 "Lysistrata"). Nach über zwanzig Jahren Tätigkeit als Amateurschauspieler und -regisseur vollamtlicher Einstieg in den Theaterberuf (Sommer 2002). Neben den Inszenierungen und einer gelegentlichen Rolle als Schauspieler Tätigkeiten als Kursleiter an Schulen und Theatervereinen, als Erwachsenenbildner bei der CS Zürich, an der Volkshochschule Münsingen und beim SAH.





Zum Inhalt:

Ein gut situiertes Ehepaar, Henri, Astrophysiker, und Sonja, Juristin, verbringen einen typischen Abend. Sie liest ihre Akten, er will Ruhe, aber der Sohn nervt. Es geht um Erziehungsziele, Prinzipien, Nerven und Durchsetzungsfähigkeit. Ein ehelicher Machtkampf tobt. In diese Idylle platzen Ines und Hubert Finidori. Hubert ist wichtig für Henris beruflichen Erfolg. Leider kommen die Finidoris einen Tag zu früh, die Katastrophe ist vorprogrammiert. Der Abend missglückt. Drei mal wird erzählt, wie der Abend verläuft, aber am Schluss steht der Eklat. Eine ganz normale, alltägliche Geschichte, die die Eigenheiten moderner Menschen einer bestimmten Schicht ironisch aufs Korn nimmt.



In "Drei Mal Leben" gibt es jede Menge Szenen zweier Ehen. Die Autorin Yasmina Reza lässt fünf Menschen aufeinander los - zwei Ehepaare und ein Kind. Drei Mal Leben - drei Mal Zoff. Wir kennen das Prinzip vom Film "Lola rennt". Aus einer Grundsituation entwickeln sich drei verschiedene Geschichten. So läuft's auch in Yasmina Rezas "Drei Mal Leben". Das Publikum sieht drei Versionen eines Abends, sieht diese fünf Menschen drei Mal in neuen Konstellationen und Koalitionen, mit anderen Finten, Taktiken und Manövern: jeder gegen jeden, jeder mit jedem und jeder für sich. Auch das Kind kämpft einsam und verzweifelt in seinem Zimmer um einen Keks nach dem Zähneputzen. Drei Mal entwickelt sich der verunglückte Abend zur Katastrophe; erst als Komödie, dann als Farce und schließlich als Melodrama.



Personen:

Sonja

erste Frau

Alexandra Vogt

Henri

erster Mann

Jürg Bongni

Ines

zweite Frau

Renate Häusermann-Bartlomé

Hubert

zweiter Mann

Hans Peter Blaser

Arnaud

Kind

Sacha Bieri


-> Video von der Generalprobe





Weitere Fotos:



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