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Familienbande


eine Komödie von Agnès Jaoui und Jean-Pierre Bacri

Berndeutsche Bearbeitung und Regie
Sylvia Kohli-Gerber

© Felix Bloch Erben, Verlag für Bühne, Film und Funk GmbH, Berlin

Produktion 2012 des Theaters im Schlosskeller Fraubrunnen


Die Autoren:

- Familienbande (Un air de famille) Uraufführung: 27.9.1994 in Paris
- Film-Version
Typisch Familie!


Agnès Jaoui
WIKIPEDIA
Agnès Jaoui wird am 19. Oktober 1964 im Pariser Vorort Antony, Hauts-de-Seine, geboren. Als Kind besucht sie mit ihren Eltern oft die Pariser Cinemathèque. Sie wächst im Pariser Banlieue auf und zog später ins Künstlerviertel Montparnasse. Dort nimmt Agnès Jaoui bereits im Alter von 15 Jahren an Kursen der berühmten Schauspielschule Cours Florent teil. Einige Jahre später besucht sie das Conservatoire d'art lyrique in Paris und in Enghien. Ihre Schauspielausbildung erhält sie an der renommierten Schauspielschule Théatre des Amandiers in Nanterre, wo sie u.a. von Regisseur Patrice Chéreau unterrichtet wird.
Agnès Jaoui feiert nach ihrem Studium erste Erfolge auf der Bühne (u.a. im Théatre Tristan Bernard, Théatre des Amandiers und beim Festival d'Avignon), im Fernsehen sowie beim Film und gewinnt zwei Mal einen César als Beste Darstellerin in einer Nebenrolle.
Neben der Schauspielerei macht sie sich auch einen Namen als Theater- und Filmautorin. 1987 begegnet sie ihrem heutigen Lebensgefährten Jean-Pierre Bacri. Gemeinsam schreibt das Paar etliche sehr erfolgreiche Theaterstücke, darunter Und abends Gäste (Cuisine et dépendances) und Familienbande (Un air de famille), die später nach selbstverfassten Drehbüchern verfilmt werden. Die beiden Drehbücher für Familienbande und Alain Resnais' Film "Das Leben ist ein Chanson" (On connait la chanson) werden jeweils mit einem César ausgezeichnet.
Inzwischen ist Agnès Jaoui auch als Regisseurin international bekannt: Ihr Debütfilm "Lust auf anderes" (Le goût des autres) wurde 2001 für den Oscar als Bester fremdsprachiger Film nominiert und mit vier Césars ausgezeichnet, u.a. für das Beste Drehbuch sowie als Bester Film des Jahres.


Jean-Pierre Bacri
WIKIPEDIA
Schon als Kind wird Jean-Pierre Bacri, geboren am 24. Mai 1951 in Castiglione (Algerien), zum Filmfan, denn sein Vater jobbt an den Wochenenden als Kinokassierer. In Folge des Algerienkriegs muss Bacris Familie 1962 nach Cannes emigrieren, wo Bacri das Abitur macht, Berufsziel: Lehrer. Als er 1976 nach Paris zieht, hat er diese Idee jedoch längst aufgegeben. Er arbeitet nun als Texter in einer Werbeagentur. Während er nebenbei am Cours Simon Schauspielunterricht nimmt, schreibt Bacri 1977 mit "Tout simplement" sein erstes Theaterstück. Zwei Jahre später gibt er in "Waffe des Teufels" (Le Toubib) sein Debüt als Filmschauspieler. Dank einer César-nominierten Rolle in Luc Bessons "Subway" erspielt sich Bacri Mitte der 80er Jahre einen festen Platz in der ersten Reihe der französischen Filmstars. Heute gilt er als einer der besten, vielfältigsten und beliebtesten Schauspieler und Autoren seiner Generation.
Zusammen mit seiner Lebensgefährtin Agnès Jaoui schrieb Jean-Pierre Bacri mehrere Theaterstücke, darunter "Und abends Gäste" und "Familienbande".


Regie:

Sylvia Kohli-Gerber       Homepage

Nach langjähriger Tätigkeit und umfangreicher Weiterbildung im Bildungsbereich gründet sie das "Büro für klare Verhältnisse. Sie übernimmt u.a. Schreibaufträge aller Art und coacht Menschen zum Thema "Text und Auftritt".
Ihre Leidenschaft für die darstellende Kunst ist bis heute ungebrochen. Noch vor ihrer Tätigkeit als Lehrerin absolvierte Sylvia Kohli-Gerber eine Schauspiel-Ausbildung, übte diesen Beruf aber nur kurze Zeit aus. Während der Arbeit als Lehrerin widmet sie sich auch der Theaterpädagogik und macht eine entsprechende Zusatzausbildung, um sich professionell bei Schultheatern zu engagieren. Seit 2000 wendet sich Sylvia Kohli-Gerber der Regie-Arbeit zu, absolviert eine umfangreiche Weiterbildung bei Marcelo Diaz und arbeitet seither bei Theaterproduktionen mit, zuletzt beim Theater Elch mit "Platero und ich" oder im Schlosskeller Fraubrunnen als Regisseurin von "Stan und Ollie in der Schweiz" (2008), "Spiel's nochmal, Sam" von Woody Allen (2009) sowie "Mörder mit Gefühl" (2011).
Zum Thema Theater meint Sylvia Kohli-Gerber u.a.:
- Wie ist es möglich, Vorgänge aus der üblichen Alltagsrealität herauszuholen und in einer Art und Weise zu behandeln, zu der nur das Theater fähig ist? Dass man bei der Theaterarbeit alles denken und am radikalsten oder am verrücktesten damit umgehen kann und gleichzeitig eine hohe Konzentration, ein genaues Hinschauen - wie durch eine Lupe geschärft - nötig ist, empfinde ich als ein echtes Abenteuer, welches mich fasziniert.



Fotos:




Zum Inhalt:

Eine durchschnittliche französische Familie: Die Mutter, zwei verheiratete Söhne - der eine noch unglücklicher als der andere - und eine aufsässige Tochter. Über die Jahrzehnte hat sich eine labile Form des Zusammenlebens entwickelt, die aus gegensitigen Konzessionen, Rangeleien um die Hackordnung und geheimen, zwar nie ausgesprochenen, aber doch vorhandenen Sehnsüchten bestimmt wird. Das Band, das sie zusammenhält, ist nicht das der Zuneigung oder der Freundschaft, sondern nur eines, an dessen Existenz ihnen eigentlich nichts liegt: dem der Familie. Um die Aufrechterhaltung dieser zur Farce gewordenen Institution zu garantieren, haben sie die Traditionen des gemeinsam verbrachten Freitag Abend eingeführt. Da sitzen sie in der Kneipe, die einmal dem verstorbenen Vater gehört hat und die nun Henri, einer der beiden Söhne betreibt. Doch an einem Freitag, der wie alle anderen beginnt, gelingt es jemandem, aus dem Gefängnis der angeblichen Sicherheit auszubrechen. Ein subtil gebautes Stück mit leisen Tönen, das ohne vordergründige Effekte ganz durch seine Rollengestaltung besticht.



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Vorverkauf:                                                                                                
Montag-Freitag von 6-17 Uhr, Samstag/Sonntag von 7-12 Uhr
Tel 031 767 71 30 (Bahnstation RBS "Piccolino") - kein Vorverkauf in der Drogerie Studer
Telefonischer Vorverkauf an den Aufführungstagen von 19-20 Uhr, Tel 078 825 21 20

Personen:

Betty

Nathalie Keusen

Denis

Stefan Gränicher

Henri

Max Neuenschwander

Philippe

Hansueli Wälchli

Yolande

Sylvia Ernst

Die Mutter

Christine Tanner



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