Komödie nach
Aristophanes

Aristophanes,
griechischer Dichter (445-385 v.Chr.) war einer der bedeutendsten
Komödiendichter der griechischen Antike.
Aristophanes brachte die altattische Komödie zur Vollendung.
Seine Stücke zeichnen sich durch Dialogwitz, Ereignisvielfalt
und poetische Sprache aus und werden noch heute häufig
aufgeführt. Aristophanes wurde in Athen geboren und verbrachte
dort den Großteil seines Lebens. Athen war zu dieser Zeit
Hauptstadt Attikas und die neben Sparta bedeutendste Stadt
Griechenlands. Mit dem Geburtsjahr des Aristophanes setzt eine
Friedens- und Blütezeit Athens unter Perikles ein (Friede mit
Sparta, bereits 449 v. Chr. mit den Persern), die 431 v. Chr. durch
den 20 Jahre währenden Peloponnesischen Krieg (431-404 v. Chr.)
beendet wird. Dieser Zeithintergrund und die politischen
Verhältnisse in Athen sind in vielen seiner Stücke
thematisiert, und ihr adäquates Verständnis setzt
häufig detaillierte Kenntnisse des entsprechenden Kontexts
voraus.
Wichtige Werke:
Die Archaner (425 v.Chr.), Die Ritter (424 v.Chr.), Die Wolken (423
v.Chr.), Die Wespen (422 v.Chr.), Der Frieden (421 v.Chr.), Die
Vögel (Ornithes, 415 v.Chr.), Lysistrata (411 v.Chr.), Die
Frauen am Thesmophorenfest (411 v.Chr.), Die Frösche (405
v.Chr.), Die Frauenvolksversammlung (Ekklesiazusei, 392
v.Chr.), Der Reichtum (388 v.Chr.),
Regie:
Kurt Frauchiger, geboren 1942 in Bern. Nach der Lehre als
Positiv-Retoucheur, 1963-67 Schauspielausbildung bei Edith
Langer-Tolnay. Anschliessend diverse Engagements in Kleintheatern und
Radio Bern. 1971 erste Eigenproduktion im Zähringer Theater:
«Blödem Volke unverständlich...» Christian
Morgenstern Collage. TV-Moderator «Spielhaus». Mitglied des
Cabaret Kultursympatisanten 1978-93. Mitbegründer Zimmertheater
Chindlifrässer (Schauspieler, Regisseur). Leiter der
Seniorentheater Lyss und Thun. Engagements an div. Theaterbühnen
(Neue Volksbühne Bern, Fraubrunnen, Lyssach)

Zum Stück:
Die Weibervolksversammlung (Ekklesiazusei) hat in den 2300 Jahren
nichts an Aktualität verloren. Praxora, die Frau von Blepyros,
ist die Anführerin der Frauen von Athen. Diese beschliessen, als
Männer verkleidet an die Volksversammlung zu gehen und dort auf
demokratischem Weg die Macht über den Staat zu übernehmen.
Dies gelingt und die Frauen verwirklichen ihre Staatsidee. In einem
zweiten Teil werden in kurzen Szenen die Konsequenzen der neuen
Ordnung aufgezeigt.

Personen:
Praxagora
Edith Bessire
1. Frau
Silvia Tschanz
2. Frau
Heidi Wermuth
3. Frau
Theresa Haueter
Chor
Susanne Blaser, Theresa Haueter, Henriette Kläy, Liliane Lauber, Anita Mani, Alexandra Megert, Gisela Pulver, Livia Reinhard, Béatrice Schmid, Silvia Tschanz, Heidi Wermuth
Blepyros
Theo Marti
1. Mann
Martin Scherler
Chremes
Jerry Lergier
2. Mann
Peter Stucki
1. ältere Frau
Claire Eberhart
2. ältere Frau
Béatrice Schmid
3. ältere Frau
Liliane Lauber
Mädchen
Evelyne Leuenberger
Junger Mann
Jerry Lergier
Sklavin
Christine Heiniger
2 Sklaven
Martin Scherler, Melanie Kübli
Ausruferin
Anita Mani
"Die Stimme, die wir in der
Komödie hören, ist die Stimme des einfachen Volkes, das
mitten in seinen alltäglichen Problemen steckt und diese
lautstark artikuliert" Platon


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