Schauspiel von John B. Priestley

John B. Priestley, englischer Schriftsteller (1894-1984), bekannt für seine populären Romane, die vielfach von Humor durchzogen sind. Gleichzeitig machte er sich einen Namen als Autor diverser sozialkritischer Theaterstücke und Essays. Zu Priestleys bekanntesten Veröffentlichungen zählen The Good Companions (1929, Die guten Gefährten) und Angel Pavement (1930, Engelgasse)
J. B. (John Boynton) Priestley,
geboren in Bradford, gestorben in Stratford-upon-Avon. Im 2.
Weltkrieg diente er in der Infanterie und besuchte danach die
Universität Cambridge. Als Zeitungsessayist und Kritiker schrieb
er über eine Vielzahl von Themen, wobei er häufig seine
kritische Haltung gegenüber materialistischem Denken und der
Mechanisierung der Gesellschaft zum Ausdruck brachte. Die
Veröffentlichungen von The Good Companions (1929, Die guten
Gefährten ), einem Schelmenroman über eine Gruppe von
Wanderschauspielern, und Angel Pavement (1930, Engelgasse), einer
düsteren und realistischen Schilderung des Lebens einer Reihe
von Büroangestellten in London, machten ihn zu einem
erfolgreichen und beliebten Autor. Im Gegensatz zu seinen in ihrer
Form traditionellen Romanen zeigen seine Theaterstücke,
angefangen mit Dangerous Corner (1932, Gefährliche Kurven),
experimentellen Charakter. Zu Priestleys populären
Problemstücken gehören Time and the Conways (1937, Die Zeit
und die Conways), When We Are Married (1938), An Inspector Calls
(1946, Ein Inspektor kommt) und Dragons Mouth (1952), das
er gemeinsam mit seiner Frau schrieb, der englischen Archäologin
und Schriftstellerin Jacquetta Hawkes. Zu seinen späteren
Büchern gehören das autobiographische Werk Margin Released
(1962, Ich hatte Zeit), Man and Time (1964), Essays of Two Decades
(1968), The Edwardians (1970) und The English (1973). Priestley war
Leiter des einflussreichen Journals New Statesman and Nation.

Regie:
Kurt Frauchiger, geboren 1942 in Bern. Nach der Lehre als
Positiv-Retoucheur, 1963-67 Schauspielausbildung bei Edith
Langer-Tolnay. Anschliessend diverse Engagements in Kleintheatern und
Radio Bern. 1971 erste Eigenproduktion im Zähringer Theater:
«Blödem Volke unverständlich...» Christian
Morgenstern Collage. TV-Moderator «Spielhaus». Mitglied des
Cabaret Kultursympatisanten 1978-93. Mitbegründer Zimmertheater
Chindlifrässer (Schauspieler, Regisseur). Leiter der
Seniorentheater Lyss und Thun. Engagements an div. Theaterbühnen
(Neue Volksbühne Bern, Fraubrunnen, Lyssach)

Zum Stück:
Ein Polizeiinspektor versetzt eine Fabrikantenfamilie dadurch in
Schrecken, dass er Nachforschungen über den Selbstmord einer
Arbeiterin anstellt mit dem Ergebnis, dass alle Familienmitglieder
mittelbar oder unmittelbar an dem Tod schuldig sind.
Die Leuenbergers sind eine nette Familie, und sie feiern einen netten
Abend. Aber aus der Verlobungsfeier wird unvermittelt ein
Verhör: Ein Mann, der sich als Polizeiinspektor ausgibt, tritt
in den Familienkreis und zwingt alle Anwesenden zu peinlichen
Geständnissen. Vater, Tochter, Schwiegersohn in spe, Mutter und
Sohn - sie sind alle mitschuldig geworden am Selbstmord einer jungen
Frau. Die Fassade der netten Familie fällt in sich zusammen. Als
sich herausstellt, dass es diesen Inspektor gar nicht gibt, versuchen
Eltern und Schwiegersohn in ihre alte Lebenslüge
zurückzuflüchten, bis das Telefon klingelt....

Personen:
Arthur Leuenberger
Theo Marti
Sybille, seine Frau
Liliane Lauber
Sonja, seine Tochter
Kati Hirt
Erich, sein Sohn
Martin Scherler
Thomas Hofer (zukünftiger Schwiegersohn)
Willy Oppliger
Inspektor Wyss
Urs Zingg

top zurück zur Übersicht bisheriger Vorstellungen