
Schaupiel in drei Akten
von Thornton Wilder

Autor:
Thornton Wilder, amerikanischer Dichter (1897 - 1975), Sohn eines
Zeitungsverlegers, der als Generalkonsul nach Hongkong und Shanghai
ging.
Er besuchte englische und deutsche Missionsschulen in China und
amerikanische Colleges und Universitäten. Er war Professor an
der Harvard-Universität.
Wilder erhielt für sein Werk zahlreiche Auszeichnungen, u.a.
dreimal den Pulitzer-Preis und 1957 den Friedenspreis des deutschen
Buchhandels.
"Unsere kleine Stadt" (Originaltitel: "our town") entstand 1938.
Weitere Werke:
- Roman: "Die Brücke von San Luis Rey" (The Bridge of San Luis
Rey) 1927
- "Wir sind noch einmal davongekommen" (The skin of our teeth)
1942
- "Die Heiratsvermittlerin" (The Matchmaker) 1954
- Roman: "Ein Heiliger wider Willen" (Theophilius North) 1973
Regie:
Rudolf Stalder, Gründer der Theatergruppe im Schloss
Fraubrunnen.
Geschichte des Schlosskellers Fraubrunnen:
Die Renovation des heute als Amthaus dienenden ehemaligen
Klosters durch den Staat Bern eröffnete Fraubrunnen die
einzigartige Möglichkeit, zwei alte, ehrwürdige
Kellergewölbe zu übernehmen und sie als Ausstellungs- und
Theaterkeller in die Obhut des eigens dafür gegründeten
Schlossvereins zu geben.
Der mit einem Schlossfest gewürdigten Vollendung folgte am 17.
Juni 1977 als letzter Akt und zugleich als Höhepunkt die
Eröffnung des Theaterkellers durch die vereinseigene
Theatergruppe.
Zum Stück:
1. Akt: Der Alltag, der 7. Mai 1901
2. Akt: Die Heirat des jungen Paares, 7. April 1904
3. Akt: Die Beerdigung der jungen Frau, im Sommer 1913
Wilder durchbricht in seiner Schilderung die zeitliche Reihenfolge
der Geschehnisse. So wird z.B. am Hochzeitstag Emilys und Georges in
einer Rückblende gezeigt, wie die beiden sich gefunden haben.
Zudem wird dem Zuschauer die Bühnenillusion genommen - das Spiel
kommt ohne Dekoration und Requisiten aus. Handlungen werden
pantomimisch dargestellt, manches bloss angedeutet. Diese Stilmittel
könnten den Zuschauer verwirren. Wilder schuf deshalb die
zentrale Figur des Spielleiters, der die Personen vorstellt und die
Handlung kommentiert.
Jeder Mensch ist unter den Milliarden Menschen, die vor ihm gelebt
haben und nach ihm kommen werden, nur etwas kaum fassbar winziges.
Angesichts der Unendlichkeit schrumpfen alle Unterschiede. Was den
Menschen ihren Wert gibt, hat nichts mit Zeit, Ort und sozialem
Ansehen zu tun. Der Sinn eines Menschenlebens kann sich also auch im
kleinsten Rahmen - hier in der amerikanischen Kleinstadt - ganz
erfüllen. Die Aufgabe bleibt für alle die gleiche: Zu
lieben.
Personen:
|
Der Spielleiter |
Rudolf Stalder |
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Dr. Gibbs |
Hanspeter Fuhrimann |
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Frau Gibbs |
Susanne Rebholz |
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George Gibbs |
Eugenio Bernasconi |
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Rebekka Gibbs |
Marianne Glauser |
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Herr Webb (Redaktor) |
Eduard Eberhart |
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Frau Webb |
Clara Eberhart |
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Emily Webb |
Therese Rindlisbacher |
|
Willy Webb |
Stefan Burki |
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Joe Crowell (Zeitungsjunge) |
Andres Buri |
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Howie Newsome (Milchmann) |
Urs Haldemann |
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Frau Professor Willard |
Liliane Lauber |
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Simon Stimson (Organist) |
Beat Zehr |
|
Frau Soames |
Elisabeth Mäder |
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Polizist Warren |
Adolf Zotter |
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Si Crowell (Joes Bruder) |
Regula Marti |
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Joe Stoddard (Totengräber) |
Stefan Benz |
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Sam Craig |
Alice Hostettler |
|
Zuschauer |
Verena Aebi |
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Baseballspieler |
Martin Scherler |
|
Souffleuse |
Therese Benz |
